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"Strube" Storys aus dem Hinterwald
Quirlig und behände, witzig und geistreich agierte Jürg Steigmeier in seiner neuen One-Man-Show. Der Clou an der Premiere: Mitten in der Vorstellung bekam der eine Mann durch zwei Frauen - Trudi Gerster und Christine Lauterburg - erzählerische und musikalische Unterstützung.
Die Überraschung beim Erscheinen der beiden Besucherinnen war umso grösser, als der Anlass in einem sehr ungezwungenen Rahmen stattfand: Als Theatersaal diente eine Halle der WEFI Schreinerei. Dass gerade dieses Lokal ideal zum Thema der Vorstellung passte, erwies sich im Laufe des Abends: Um den Wald, um Bäume oder eben um Holz ging es in jeder der sieben Geschichten.
Verwandlungskünstler
"Erzählen" allerdings charakterisiert nur unzulänglich, was Jürg Steigmeier in seinen Vorführungen bietet: Er spielt die Figuren, schlüpft blitzschnell in verschiedene Rollen. Sein einziges Requisit - der erwähnte Stuhl, der aber auch plötzlich zur Leiter mutieren, oder, wenn es die Geschichte verlangt, als Baum oder Wagen dienen kann - verwendet der agile Erzähler gleichsam als Turngerät. Körper- und Wortakrobatik ergänzen einander perfekt in diesen Märchenvorführungen, bei denen man oft nicht so genau weiss, wie viel Überlieferung und wie viel Steigmeier nun eigentlich drinsteckt.
Körper und Wortakrobat
Definitiv war jedoch der Künstler am Werk, wenn da plötzlich zwei Märchen ineinander geschachtelt werden - wenn es etwa mitten in "Der Wanderbursche auf der Tanne" heisst: "Und dann sass da einer auf dem Tannenbaum, der gehört eigentlich gar nicht in die Geschichte, ein Bündner wars..." - und somit ein zweites Märchen ins erste eingeschoben wird.
Jodlerin und Märchenkönigin
So nahtlos, wie sich im ganzen Programm Märchen an Steigmeiersche Witzeleien fügten, mischten sich auch die beiden Überraschungsgäste in die Vorstellung ein. Trudi Gerster betrat mitten in einem Märchen in der Rolle des Zwergs die Bühne, Christine Lauterburg machte sich erstmals hinter den Kulissen mit Gesang bemerkbar, bevor sie mit ihrer faszinierenden Ausstrahlung die Bühne betrat und, sich auf der Geige begleitend, ihren ausdrucksstarken, unkonventionellen Naturjutz erklingen liess.
Auszüge Premiere: Barbara Bächli AZ, 27. 01. 2003
Umwerfend komische Ansichten eines "Hinterwäldlers"
Das Puplikum war total begeistert: Jürg Steigmeier durfte an der Premiere seines neuen Programmes die berühmte Märchenerzählerin Trudi Gerster und die Stimmgewaltige Christine Lauterburg im Flecken begrüssen.
Das Bild eines grünen Waldes entführte die Gäste mitten in die Märchenwelt, wo der Geschichtenerzähler mehr als einmal über sich selber hinauswuchs und ein völlig begeistertes Puplikum viel Applaus spendete.
Es war zu köstlich, wie sich Steigmeier selbst als schönen Prinzen darstellte. Sein ganzes Programm wirkte charmant, witzig, teils umwerfend komisch, ohne aber ins oberflächlich Lächerliche abzurutschen.
Lachen über das eigene Spiegelbild
"Als der Wald den Menschen schuf", da kamen die Leute aus den Bäumen. Als letzte kamen die Aargauer, ein "verknorztes" kleines Völklein. Das schalkhafte Wortgeplänkel ging weiter und sorgte für spontanes Szenengelächter. Ab und zu blieb der Witz im Halse stecken, denn es war, als bekäme der Zuschauer einen Spiegel präsentiert, in welchem er sich selber wiedererkannte.
Auszüge Premiere: Die Botschaft, 27. 01. 2003
Die Kulturkommission Zurzach und die WEFI-Schreinerei haben ein gemeinsames Projekt realisiert, das in Zukunft auch in anderen Schreinereien durchgeführt werden könnte. Die Zukunft vom Schreiner und die Zukunft der lokalen Kultur haben viele Gemeinsamkeiten, denn beide möchten den Menschen Freude und Tiefe vermitteln.
Auszüge Premiere: Schreiner Aktuell Nr. 6, 06. 02. 2003