G'schwätzt und Xunge

Christine Lauterburg, Dide Marfurt, Jürg Steigmeier

chilte

puureschlau

Wer en Puur wott bschisse, muess grad en Puur mitbringe.


Gschichte und Musig übers puure. Schöni Naturjodel und Chuereiheli.

Jürg Steigmeier (Gschichte, Büchel, Allerhand)
Christine Lauterburg (Jodel und Xang, Langnauerli, Giige, Allerhand)
Dide Marfurt (Drèhliire, Sackpfiife, allerhand Säiteinschtrumänt und dìs und das)

Im Wallis heds früener Gottwärgjini gèè. Die händ de Puure gholfe, aber au groosse Schade chönne bringe. Wänn im Summer
s’ Vee uf d’ Hoochalp tribe worden isch, händ d’ Chüejer müesse Achtig gèè, will uf de „Treijö“ (Kuhtreien) sind öppedie uf de abgsaagete Lerche Trämel d’ Gottwärgjini ghocket, händ sich gsunnet und iri Chind gwäsche und gstrèèlet. Wänn’s iez de Zuefall hed welle, as mängmòòl en Chüejer uf e settigi Gottwärgjinifamilie troffen isch, und er hed Summers uf de Alp mit sim Vee welle Glück haa, so hed er dene Gottwärgjini e dèèwèèg müesse s Zit wöische: „Hälf Gott, as guet zwirrnsch und guet strèèlsch.“ S’ Gottwärgjini hed druuf s’ Zit derewèèg abgnoo: „Hälf Gott, as wool alpescht und guet entalpescht!“ Hed de Chüejer aber Harz a de Chappe ghaa und de Gruess nììd abgnoo oder hed er d’ Gottwärgjini gar verspottet, so hed er’s Ungfell so sicher am Hals ghaa, wie s’ Amen i de Chile.

  • Hoftheater
  • chilte

    chilte und wybe

    • Textbearbeitung: Jürg Steigmeier
    • Regie: Elke Cordes

    Die Nacht zwischen dem Samstage und Sonntage und noch eine andere mitten in der Woche sind Kiltnächte, dass heisst, in diesen laufen die jungen Bauernsöhne von 16 bis 24 Jahren im Dorfe umher, schleichen an die Häuser, wo reife Mädchen wohnen, steigen auf die Scheiterhaufen vor den Fenstern, pochen am Kammerfenster des Mädchens und bringen ihren Nachtspruch an. Darf er gar hineinschlüpfen, so wartet im die Dirne, mit einem Glässchen Branntwein und Lebkuchen auf, und die Unterhaltung um die Heirat beginnt. Werden die Verliebten stille oder gar zu vertraut, so erscheint wohl plötzlich der Ätti mit dem Müetti in der Kammer, und es heisst:

    "Wer vor der Hochzeit den Ehemann spielt, ist pflichtig es bald im Ernst zu werden."

    • G'schwätzt: Jürg Steigmeier, Aargau
    • Xunge: Christine Lauterburg, Bern
    • G'spilt: Dide Marfurt, Zürich

    "Es git keis nütnützigers Volch als s`Mannevolch und s`Wiibervolch."

    und das 90 Min. + 1 Pause lang

    Mit freundlicher Unterstützung durch:

    • Migros Kulturprozent
    • Ernst Göhner Stiftung Zug